FAQ Fasten, Heilfasten, Fastenwandern

Fastenwandern: Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit


Fasten ist für Körper, Geist und Seele ein wahrer „Allrounder“. Doch welche Rolle spielt dabei das Fastenwandern?
Beim Wandern wird der gesamte Körper beansprucht. Die Muskulatur wird geschmeidig gehalten und gut durchblutet. Gleichzeitig kommt die Verdauung in Schwung. Wandern ist eine sanfte Art der Bewegung, die Sehnen, Bänder und Gelenke schont. Verletzungen der Muskulatur sind also eher unwahrscheinlich. Der Kreislauf wird gestärkt, der Körper vermehrt mit Sauerstoff versorgt und die Leistungsfähigkeit des Herzens trainiert. Und während die Schulter- und Nackenpartie entspannt, werden die Fußreflexzonen angeregt.
Ebenso wie das Fasten selbst begünstigt das Wandern, dass Giftstoffe rasch abgebaut werden. Auch tritt eine Reduktion des Körpergewichtes ein. Fast 50 % mehr Kalorien können durch das Fastenwandern verbraucht werden. Nicht zuletzt stellt sich durch die Wanderbedingungen selbst Erholung ein: Satte Wiesen, urige Wälder oder frische Meeresbrisen sorgen schnell dafür, dass die Hektik und Sorgen des Alltags vergessen werden.
Fastenwandern bedeutet also nicht nur, Schritt für Schritt zu sich selbst zu finden, und Kraft zu schöpfen, sondern auch die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Für wen ist Fastenwandern geeignet?

Das Fastenwandern ist lediglich gesunden Menschen vorbehalten. Eine stabile körperliche und psychische Verfassung sind unentbehrlich. Zudem sollte man nicht auf kontrollbedürftige Arzneimittel angewiesen sein.
In bestimmten Fällen muss auf das Fasten ganz verzichtet werden. Dies gilt u.a. für Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion, Blutungsneigung (Bluter), Durchblutungsstörungen des Gehirns, Diabetes (Typ 1) und Krebserkrankungen. Kinder unter zehn Jahren sowie Schwangere und Stillende sollen ebenfalls keine Fastenkur machen. Liegen psychische Erkrankungen vor, sollte vor dem Fasten ein ärztlicher Rat eingeholt werden.
Generell gilt immer (auch für Gesunde!): Konsultieren sie immer ihren Arzt, bevor sie eine Fastenkur/Fastenwandertour unternehmen und lassen sie sich vom Arzt ihres Vertrauens beraten

 

Ist Fasten zum Abnehmen geeignet?

Die meisten Fastenarten sind wenig oder gar nicht zum Abnehmen geeignet, obwohl Abnehmen meistens eine positive Nebenwirkung von Fasten ist. Hauptziel von Fasten sollte immer Gesundheitsförderung und nicht Gewichtsreduzierung sein. Regelmässige, fachkundig geleitete Fastenkuren sollten vor allem vorbeugend gegen Übergewicht eingesetzt werden. Wir möchten fachkundig unterstreichen, da es nach nicht sachgemäss durchgeführten Fasten leicht zum Jo-Jo-Effekt oder ernsthaften Gesundheitschäden kommen kann.

 

Kann man sich durch Fasten auf neue Essgewohnheiten umschalten?

Ja, nach einer richtig durchgeführten Fastenkur können neue Essgewohnheiten leicht eingeführt werden. Da Körper, Geist und Seele nach dem Fasten wieder rein und kräftig sind, ist das sogar einer der besten Zeitpunkte dazu. Disziplin während den Aufbautagen ist aber eine sehr wichtige Voraussetzung.

 

Ist Fasten gefährlich?

Richtig und unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt ist Fasten für gesunde Menschen nicht gefährlich. Wenn aber Erkrankungen vorliegen bei denen normalerweise eine Fastenkur völlig ausgeschlossen wäre und sogar ohne ärztlicher Beratung eine Kur begonnen wird, kann Fasten sogar einen tödlichen Verlauf haben. In den 70er Jahren sind z.B. ca. 60 übergewichtige Menschen wegen einer Proteindiät („Liquid protein diet“) an Herzstillstand gestorben. Sie haben ohne ärztlicher Aufsicht monatelang nur ein spezielles Getränk zugeführt. Während des Fastens wird nicht nur Fett, sondern auch Eiweiß abgebaut, wozufolge die Muskel geschwächt und die Gesundheit in die Gefahr gesetzt werden kann. Eine ärztliche Untersuchung und Beratung ist vor und möglicherweise auch während des Fastens unbedingt ratsam, damit man Komplikationen vorbeugen kann. Lesen Sie bitte unsere Wichtige Hinweise auch durch.

 

Was passiert mit dem Körper während des Fastens?

Da während des Fastens dem Körper von aussen keine Nahrung mehr zugeführt wird muss er langsam die Fettreserven zur Energiegewinnung abbauen. Viele positive Reaktionen werden von den Stoffwechselveränderungen ausgelöst, Reaktionen, die das Immunsystem stärken und hiermit die Risiken zu Erkrankungen verringern. Während des Fastens wird der gesamte Körper entgiftet. Die Ausscheidung passiert über Darm, Haut, Schleimhäute, Nieren, Leber und Lungen. Es wird natürlich nicht nur Fett sondern auch Kohlenhydrate und Eiweiss (Muskel) abgebaut. Obst- und Gemüsesäfte sorgen, dank des hohen Gehalts an lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen, für eine gute Stoffwechselfunktion und Bewegung hilft dabei das die Muskel nicht schwinden.

Hat Fasten wirklich eine entgiftende Wirkung?

Ja, richtig durchgeführt (inklusive ausreichende Flüssigkeitszufuhr) haben die meisten Fastenarten eine entgiftende Wirkung auf den Körper.

Sind zum Fasten Voruntersuchungen notwendig?

Bei völlig gesunden Menschen sind normalerweise keine Voruntersuchungen notwendig aber wohl für die Sicherheit empfohlen. Kranke Menschen sollten aber ausschliesslich unter ärztlicher Aufsicht eine Fastenkur beginnen. Lesen Sie bitte unsere Wichtige Hinweise auch durch.

 

Kann Fasten bei Krebserkrankungen eingesetzt werden?

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, aber aus Sicherheitsgründen kann Fasten bei Krebserkrankungen nicht empfohlen werden. Krebspatienten können durch Fasten zu viel Energie verlieren, Energie die bei Tumorerkrankungen lebensnotwendig ist. Krebs ist keine Erkrankung die von Giftstoffen verursacht wird, kann also nicht durch eine Entschlackung des Körpers geheilt („ausgeschwemmt“) werden. Nur nachdem ein Krebspatient völlig geheilt ist und die Krankheit nicht rezidiviert (nach mindestens 6 Monaten) sollte man versuchen eine Fastenkur unter strenger ärztlichen Aufsicht durchzuführen. Da das Fasten die Umschaltung auf neue, gesündere Ernährungsgewohnheiten ermöglicht, kann und sollte es als vorbeugende Massnahme gegen Krebs eingesetzt werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Deutlichere Wirkungen kann man durch Fasten im Frühjahr und Herbst erreichen, weil sich der Körper den Jahreszeiten ähnlich im Übergang befindet und besser auf Fasten reagiert. Besonders kälteempfindliche Menschen sollten den Sommer bevorzugen. Im Winter ist Fasten am schwierigsten, da die Bewegungsmöglichkeiten beschränkt sind und der Körper Winterreserven einlagern möchte um sich vor Kälte, Wind und andere Umweltfaktoren schützen zu können. Diese sind nur die äussere Faktoren, auch innerlich muss man auf Fasten eingestimmt sein. Man muss Ruhe haben und Abstand von Alltagssorgen (anstrengende Termine und Aktivitäten usw.) nehmen. Nachdem man mit dem Arzt gesprochen, sich gut mit dem Thema auseinandergesetzt, alles was nötig ist eingekauft hat und die Antwort auf die Frage „Warum möchte ich fasten?“ genau weiss, kann´s los gehen!

Können beim Fasten Nebenwirkungen auftreten und was kann man dagegen tun?

Schwierigkeiten (sogenannte „Kur- oder Fastenkrisen“), kleinere körperliche, seelische, geistige Krisen können während des Fastens auftreten. Diese Krisen können meistens mehr oder weniger intensiv ab dem 1. 3. 7. 14. oder 21 Tag vorkommen. Eine Messerspitze Honig, ein Glas ungesüsster Orangensaft können im Fall von Müdigkeit, Verstimmung, Sehnsucht nach dem Essen, leichte Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Empfindungsstörungen echte Wunder bewirken, weil der Blutzuckerspiegel wieder ins Gleichgewicht kommt. Damit wir während des Fastens auch fit bleiben, sollten wir ab und zu ein wenig Ginsengtee trinken. Wenden Sie sich an Ihren Arzt wenn Beschwerden während des Fastens auftreten, er kann Ihnen die genaue Ursache und Lösung dazu geben.